Freitag, 16. Januar 2009

Heute war es dann soweit. Vier Uhr aufstehen, fünf Uhr losfahren, 6.20 Uhr in Frankfurt am Flughafen ankommen.

Check-In lief tadellos. Ich hab‘s sogar geschafft, das Gewichtslimit von 20 Kilo für den Koffer einzuhalten. Nachdem meine Chauffeure noch ein kleines Frühstück zu sich genommen hatten, ging es dann auf zum Boarding. Dort hieß es dann Abschied nehmen für 8 (lange) Wochen.

Nach zwei Sicherheitskontrollen, einmal zum falschen Gate laufen, weil alles so voll war mit Menschen, konnte ich dann in den Bus steigen, der uns zum Flugzeug fahren sollte. Irgendwie habe ich immer wieder das „Glück“ mit einem Bus zum Flieger zu fahren. Nie darf ich über eine Gangway das Flugzeug betreten L

Das Flugzeug, ein Airbus A319, war auch nicht sonderlich komfortabel. Eigentlich ist fliegen wie Zug fahren – allerdings schneller, mit weniger Beinfreiheit, mit einem kostenlosen Snack, mit Luftlöchern und viel viel lauter.

Aber erstmal konnten wir nicht pünktlich starten, da sich ein Gepäcknetz nicht so befestigen ließ wie es sollte. Ein Bolzen war gebrochen und der musste natürlich ersetzt werden. Mit einer halben Stunde Verspätung haben wir dann Starterlaubnis bekommen und auf ging’s nach Manchester. Nach ungefähr 1:20 h Flug ohne große Zwischenfälle und mit einem kleinen Snack sind wir in Manchester gelandet. Dort musste ich durch keinerlei Sicherheitskontrollen mehr und mein Koffer lag auch ziemlich schnell auf dem Gepäckband. Das war auch gut so, ich musste ja den Zug nach Manchester Piccadilly erreichen. Laut meinem Ticket sollte der genau 10 Uhr Ortszeit fahren – es war ungefähr 9.35 Uhr, also noch genug Zeit. Als ich dann endlich am Bahnhof Manchester Airport ankam, stand an den Anzeigetafeln: Manchester Piccadilly 9.46 Uhr. Und das war genau der Zug den ich brauchte, denn der nächste fuhr erst 10.17 Uhr – blöd, wenn der Zug 24 Minuten braucht und der Anschlusszug aber schon 10 min später (10.27 Uhr) fährt. Naja, ich hab den Zug noch gerade so erreicht, also nichts passiert. In Manchester angekommen ging ich dann auf die Suche nach meinem Anschlusszug, den ich recht schnell fand. Die Zugfahrt war eigentlich unspektakulär. Das Einzige, das mich ein wenig gestört hat, war dass die nächste Haltestelle nie angesagt wurde.

In Stoke hab ich mir dann ein Taxi geschnappt und bin zu Michelin gefahren. Waren nur 5 Minuten oder sowas.

So ein tolles Michelingelände habe ich noch nie gesehen. Am Haupteingang wirkt wie ein Hoteleingang und von den Fenstern winkt ein großer, angeklebter Bib entgegen. Die Gebäude sind ganz neu, die Büros hell und einladend. Die Kantine ist modern eingerichtet und das Essen schmeckt gut (auch wenn es überhaupt nicht gewürzt ist). Selbst auf den Tellern wird man vom Bib angelacht.

Ich wurde heute schon ziemlich vielen Leuten, die,alle ziemlich nett sind vorgestellt, aber Namen konnte ich mir nicht merken, außer einen – Greig – der ist Schotte und wohnt in der Woche quasi neben mir. Michelin hat hier sogenannte Company Houses, speziell für Pendler und/oder Praktikanten.Ich wohne auch in so einem Haus. Es hat 2 Schlafzimmer, ein Wohnzimmer mit einem riesigen Flachbildschirm, eine voll eingerichtete Küche und eine Waschmaschine. Es ist wirklich gut erhalten und man kann sich hier wohl fühlen. Im Moment wohnen wir noch zu zweit, aber ab dem 31.01. hab ich das ganze Haus für mich allein. Aber Thuan, die jetzt mit mir hier wohnt, ist wirklich nett und zeigt mir alles.

Einkaufen war ich heute auch schon. Ich musste doch sehr lachen, als ich Aldi und Lidl hier geshen hab. Ich war ganz traditionell im tesco einkaufen.


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