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Dienstag, 21. September 2010

Auf geht's zur zweiten Runde!

In der Nacht von Montag auf Dienstag habe ich meine erste Nachtschicht absolviert. Es war eigentlich relativ entspannt. Ich konnte drei Zeiten nehmen, war aber nicht endlosem Stress ausgeliefert. Vor allem verging die Zeit erstaunlich schnell.
Ich habe aber schon festgestellt, dass ich nicht so ein Nachtmensch bin. Ich beneide niemanden, der regelmäßig in der Nachtschicht arbeiten muss. Die Umstellung von Nachtschlaf zum Tagschlaf ist (vor allem beim ersten Mal) gewöhnungsbedürftig. Vor allem weil zumindest ich nach Feierabend wieder wach wurde. Ich hätte wohl noch ein paar Stunden wach bleiben können, wobei ich dann wohl den Straßenverkehr beim Heimfahren gefährdet hätte.
Dummerweise konnte ich am Montag keinen Schlaf vorziehen und habe dementsprechend einen relativ normalen Tag verbracht und anschließend die Nacht durchgemacht. Ich habe dann natürlich heute tagsüber geschlafen, aber so richtig fit fühle ich mich nicht. Eigentlich könnte ich wahrscheinlich in zwei bis drei Stunden wieder ins Bett gehen und normal Schlafen. Aber das geht ja nicht :)
Irgendwie fühle ich mich wie in einem verqueren Urlaub. Ich bin tagsüber zu Hause und geh dann Nachts "feiern", schlafe dann ein paar Stunden und verbringe den Tag wieder zu Hause bis ich dann Abends wieder los muss.

Ich hoffe nur, dass ich morgen etwas besser schlafen kann und nicht alle zwei Stunden aufwache. Vielleicht bin ich ja durch das leichte Schlafdefizit morgen noch müder und das Schlafen klappt besser.

Grundsätzlich muss ich aber mal sagen, dass diese Erfahrung ziemlich interessant ist!

Freitag, 13. März 2009

Der letzte Tag in Good Old England

Jetzt ist die letzte Woche auch geschafft! Wobei sich das so anhört, als hätte ich hier in England keinen Spaß gehabt - was ja so nicht stimmt. Es war eine aufregende und schöne Zeit.
Meine Kollegen waren super und anscheinend habe ich auch einen nicht allzu schlechten Eindruck hinterlassen...sonst wären nicht alle, die da waren mit zum Abschiedsessen am Dienstag gekommen - das war übrigens sehr lustig und sehr lecker :)
Die Woche verlief noch sehr entspannt. Ich habe es geschafft meinen Projketbericht fertig zu schreiben und hatte dann auch gar nicht mehr so viel zu tun. Die letzten beiden Tage habe ich nur noch Kleinigkeiten gemacht.
Zum Abschluss waren wir heute noch alle gemeinsam in den Trentham Gardens Mittag essen. Dort gibt es einen Laden, der tolle Pies herstellt - pieminister. Ich hatte einen Matador Pie, der war gefüllt mit Rindfleisch, Chorizo, Tomate und Oliven ... und noch irgendwas anderes. Das war mit Absdtand der beste Pie, den ich in meiner Zeit in England gegessen habe. Und wären wir da heute nicht hin gefahren, hätte ich das verpasst! Kaum auszumahlen!!!
Ich habe neben dem Essen am Dienstag heute auch noch ein kleines Abschiedsgeschenk bekommen. Ein T-Shirt, dass ich mir schon immer kaufen wollte (wir haben das auch in der Boutique in Karlsruhe), ein Modellauto und einen der lustigen Hüte , über die ich immer gelacht habe. Und natürlich auch noch eine Karte - Briten lieben Glückwunschkarten!
Als sich alle für die gute Zusammenarbeit bedankt haben, musste ich doch ein wenig mit den Tränen kämpfen. Denn so doof es ist, nicht zu Hause zu sein, die Zeit hier war einfach klasse, nicht zuletzt wegen den tollen Kollegen.
Jetzt werde ich aber Feierabend machen und noch den Koffer zu Ende packen und ein bisschen aufräumen.
Das war jetzt wahrscheinlich auch mein letzter Blogeintrag aus england, denn morgen früh geht's wieder nach Deutschland. was mir da gerade noch einfällt: Eigentlich sollte ich mit dem Zug nach Manchester zum Flughafen fahren. Weil sich jetzt aber die Zugabfahrtszeiten geändert haben, wurde ein Taci für mich organisiert, dass mich jetzt zum Flughafen bringt - und ich muss es nicht bezahlen :D
Und in Frankfurt werde ich auch mit dem Auto abgeholt, einfach toll :)
Ich hoffe allen Lesern hat es Spaß gemacht meine hin und wieder recht langen Blogeinträge zu lesen. Ich melde mich aber wohl in den nächsten Tagen nochmal um zu berichten wie sich das Leben in Deutschland anfühlt. Wahrscheinlich wandel ich den Blog dann in einen "Die letzten Tage als BA-Student"-Blog um.
Cheerioh!

Dienstag, 10. März 2009

Die letzte Woche

Es ist kaum zu fassen wie schnell die Zeit doch manchmal vergeht. Jetzt ist schon die letzte Woche angebrochen - 7 Wochen sind also schon vorbei.
Allerdings fing diese Woche mal nicht so toll an. Ich kam wie immer nicht aus dem Bett und gestern konnte ich nicht mal ordentlich arbeiten, weil die Datenbank, mit der ich arbeite immer ausgefallen ist. Ich habe es gerade mal geschafft 17 Produkte in die Datenbank einzupflegen - ein Produkt dauert normalerweise nur 5 Minuten.
Ich habe aber die Zwischenzeit genutzt um an meinem Marktanalyseprojekt weiter zu arbeiten bzw. die Abschlusspräsentation anzupassen.
Das Mittagessen war auch nicht so der Renner. Der Auflauf schmeckte irgendwie komisch und abends hatte ich Bauchschmerzen und mir war schlecht. Wobei das auch daran gelegen haben könnte, dass ich zu schnell zu viele Cornflakes in mich hinein gestopft habe :D
Der heutige Tag war ein wenig besser. Ich kam zwar wieder (wie immer) nicht aus dem Bett, aber wenigstens hat die Datenbank heute funktioniert und ich konnte ein paar Produkte einbuchen. Außerdem haben wir wieder die Kleidung anprobiert, die wir geliefert bekommen hatte. Martin hatte eine schicke pinke, glänzende Kinderjacke an, in der er ja so schwul aussah - unglaublich. Ich hoffe, ich kann ihn am Freitag davon überzeugen die Jacke nochmal anzuziehen, damit ich ein Foto davon machen kann.
Heute hatte ich auch mein Bewertungsgespräch. Ich muss sagen, das ist ziemlich positiv ausgefallen. Hätte ich nicht gedacht :)
Nachher gehen wir essen. Mein Abschiedsessen, in einem indischen Restaurant. Das soll ziemlich gut sein, ich weiß auch schon was ich essen werd: Chicken Pili Pili
Morgen werde ich den Tag wieder nutzen um meinen Projektbericht für die BA bzw. seit dem 1. März DH zu schreiben. Die Mindestzahl an Seiten habe ich schon erreicht, jetzt ist es fast egal was ich noch schreibe :D
Donnerstag und Freitag heißt es dann nochmal normal arbeiten...wobei...Freitag ist Red Nose Day, da ist hier einiges los. Außerdem ist es ja mein letzter Tag und ich bring Süßigkeiten mit. Die liegen alle schon bei mir im Haus...und ich darf sie nicht essen...

Freitag, 20. Februar 2009

Jungs und Spielzeug...

Heute war ich mit Julie im Lager von Michelin Lifestyle. Ein großer Lagerraum vollgestopft mit Merchandise Artikeln aller Art - von Plüschfiguren über Duftbäumchen und Felgen bis hin zu Kindersitzen.

Weil dort auch unglaublich viele Sachen stehen, die noch nicht im System erfasst sind, habe ich die heute eingebucht - zumindest ein paar Sachen davon, denn so richtig zum Arbeiten kam ich gar nicht :D
Wir sind gegen halb 10 ins Lager gefahren. Als wir dort waren habe ich erstmal ein paar Sachen ausgeschildert, die ich am Montag schon eingebucht hatte. Als ich damit fertig war, wollte ich neue Produkte einbuchen. Leider ging das aber nicht, weil wir den Zettel mit den dazugehörigen Bildern und Nummern im Büro liegen gelassen hatten. Also musste Julie nochmal ins Büro fahren.
Zwischenzeitlich kam Martin noch vorbei und ich habe ihm dann geholfen die Regale leer zu räumen weil er und Julie angefangen haben, das Lager aufzuräumen.
Kurz nach elf konnte ich dann mit dem Buchen weitermachen. Bis 12 habe ich gearbeitet, dann war Mittagspause, die heute ziemlich lang ausgefallen ist - irgendwie haben wir nicht auf die Uhr geschaut :D Kurz vor 2 wollte ich dann mit einem neuen Karton voller T-Shirts und Caps weitermachen, aber dann kamen die Jungs vorbei - also die Kollegen aus dem Büro. Die haben dann alles angeguckt und viele Sachen aus Interesse ausgepackt - ich natürlich auch. Ich hab dann Fly Wheels gefunden und konnte damit nichts anfangen. Martin hat mir dann gezeigt wie die Dinger funktionieren - sie werden in Rotation gebracht und dann sollen sie eigentlich durch die Gegend fliegen. Das hat aber leider nicht so wirklich funktioniert, aber lustig war es trotzdem, weil Martin auf ein Regal geklettert ist, weil das Rad dann weiter fliegen sollte...zumindest in der Theorie.
Gegen 3 Uhr konnte ich eine 3/4 Stunde weiterarbeiten...und dann ist das System abgestürzt. Irgendwann ging's dann wieder und dann konnte ich ungestört bis zum Ende arbeiten.
Alles in Allem aber trotz der Unterbrechungen - oder gerade wegen den Unterbrechungen - ein sehr sehr lustiger Tag.

Nach der Arbeit bin ich zum Bahnhof gelaufen und ein Ticket nach York gekauft. Danach ging's noch zum Einkaufen. Neben allen Sachen, die ich auch wirklich brauche, habe ich noch eine Tüte mit neuen Chipssorten gekauft. Die Firma Walkers hat gerade eine Aktion gestartet, bei der sie 6 neue Sorten für eine begrenzte Zeit auf den Markt bringt. Die Kunden dürfen dann wählen, welche Sorte dann richtig auf den Markt kommen soll. Im Moment gibt es die Sorten Onion Bahji, Chili & Chocolate, Builder's Breakfast, Squirrel, Fish 'n' Chips und Roast Duck (oder so). In der Packung, die ich heute gekauft habe, sind die ersten drei Sorten drin.
Ich hab natürlich gleich eine getestet - Builder's Breakfast. Sehr lecker. Ich glaube die haben da mehrere verschiedene Chipssorten zusammengeschmissen. Manche Chips schmecken ein bisschen wie ein Spiegelei, manche nach Schinken und manche nach Tomate, aber wirklich sehr lecker. Ich denke morgen teste ich die nächste Sorte, mal sehen wie das dann schmeckt.
Wirklich gespannt bin ich aber auf Squirrel - Eichhörnchen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Chips mit Eichhörnchengeschmack gibt, das muss irgendetwas anderes sein - wobei wir ja mittlerweile wissen, dass die Briten ein bisschen eigen sind, was das Essen angeht :D

Mittwoch, 11. Februar 2009

Käse, Zwiebeln und Rosenkohl

Viel passiert ist in den letzten Tagen nicht. Sonntag war ich faul. Ich bin nur 2 Stunden durch die Gegend gelaufen um mir ein Sandwich bei Subway zu holen - was man nicht alles für ein Sandwich tut.
Montag gings dann wieder arbeiten. Diese Woche habe ich echt einen Tiefpunkt erreicht. Ich komme morgens noch schlechter aus dem Bett und kann abends auch nicht immer gut einschlafen. Beim Arbeiten bin ich nicht wirklich motiviert. Ich mache zwar meine Arbeit, aber das ganze könnte auch schneller gehen. Eine Aufgabe konnte ich immernoch nicht machen, weil ständig der Showroom besetzt ist.
Heute gings zwar etwas besser, weil ich mich zusammen gerissen habe, aber so richtig glücklich bin ich im Moment nicht. Im Moment wär ich einfach gern zu Hause, vor allem weil meine bessere Hälfte einfach nicht wirklich gesund wird. Naja...es ist ja fast Halbzeit - 3 Tage noch.

Essen mag ich auch nicht mehr wirklich sehen, zumindest nicht abends. Wenn man allein ist hat man einfach keinen ordentlich gefüllten Kühlschrank.
Das Essen auf Arbeit ist aber noch ok. Gestern habe ich einen Steak Pie gegessen, wobei da recht viel Leber drin war - so hat es zumindest geschmeckt. Einen Versuch war es auf jeden Fall wert :)
Heute gabs wieder eine mit Käse und Zwiebeln gefüllte Kartoffel mit ein bisschen Rosenkohl und Soße. War auch ok, aber das Highlight des heutigen Mittagessens war der Nachtisch. Ein Cherry Sponge with Custard. Also ein Stück mehr oder weniger fluffiger Kuchen mit Kirschen drüber und Vanillesoße. Der war wirklich super.
Eigentlich das beste am ganzen Tag, denn meine Suche nach einer Bachelorarbeit und die Themenfindung für meine Studienarbeit laufen nicht so wie ich das gern hätte.

Ich hoffe der morgige Tag wird etwas besser. Vielleicht schaffe ich es ja mal pünktlich aufzustehen.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Die ersten Krokanten gesichtet

Krokanten, die: abgeleitet von der Mehrzahl von Atlas, der (Atlanten, die) ist Krokanten die Mehrzahl von Krokus, der.

Es hat ja bekanntlich vor 2 Tagen geschneit, allerdings taut es schon wieder. Außer bei mir irgendwie. In dem Wohngebiet, in dem mein Haus steht, liegt immernoch Schnee. Ich denke hier oben ist es kälter.
Auf jeden Fall habe ich gestern auf dem Weg zur Arbeit die ersten Krokanten entdeckt. Noch haben sie keine Blüten, aber sie wachsen definitiv. Hier in England hält also ganz langsam der Frühling Einzug. Ich habe auch das Gefühl, dass die Tage jetzt merkbar länger werden (denn eigentlich werden sie ja schon seit dem 21.12. länger denn da war Wintersonnenwende, die). Als ich heute nach Hause gegangen bin, war es deutlich heller als sonst.

Mein Arbeitstag ansonsten fing nicht so toll an. Erst kam ich einfach nicht aus dem Bett, obwohl ich gestern nicht allzu spät ins Bett gegangen bin und sofort eingeschlafen bin.
Ich bin dann heute erst gegen 8 aufgestanden, hatte kein Frühstück und bin zur Arbeit geeilt. Wenigstens hatte ich mir ein Brötchen mitgenommen.
Ich fing also an zu arbeiten. Mein Computer war heute irgendwie unglaublich langsam. Als ich gerade eine Datei mit 400 Produktbeschreibungen, die ich fertig geschrieben hatte, speichern wollte, ist der Computer abgeschmiert. NA TOLL! Und ich wusste nicht ob meine Datei gespeichert wurde oder nicht, weil der Computer sich natürlich entschieden hat beim Speicherprozess nicht mehr mitarbeiten zu wollen.
Ich habe den Computer dann wieder hochgefahren und wollte mich anmelden, aber nichts ging. Also wieder aus und wieder an und immernoch ging nichts. SCHÖN! Ich habe den Computer geschrottet. Was macht man dann?
Genau! Man ruft den Helpdesk an. Am anderen Ende war dann eine freundliche Stimme, die mir sagte, dass UK-weit Netzwerkprobleme herrschen. Na Gott sei Dank, ich habe den Computer nicht zerstört. Aber arbeiten konnte ich trotzdem nicht, denn jeder fleißige Mitarbeiter weiß: Das ganze kann auch einen ganzen Tag dauern.

Irgendwann waren die Netzwerkprobleme beseitigt und ich konnte wieder etwas tun. In der Zwischenzeit hatte ich versucht meinen Praxisbericht weiter zu schreiben - in einen Block, weil ich meinen Laptop nicht dabei hatte.

Im Laufe des Tages habe ich auch alles geschafft, was ich mir für heute vorgenommen hatte, bis auf eine Aufgabe. Aber die konnte ich nicht machen, da ich dazu den Showroom, in dem alle Produkte liegen hätte okkupieren müssen. Nur leider war auch heute der Raum die ganze Zeit besetzt, da er auch als Hauptbesprechungsraum genutzt wird.
Vielleicht kann ich ja morgen rein.

Zum Mittag habe ich mich mit Lasagne, Knoblauchbrot und einem Stück Chocolat Sponge (also Schokokuchen) gestärkt. Es gab heute auch wieder Oatcakes mit Wurst, aber das musste nicht noch einmal sein. Wenn sie mit Schinken gewesen wären, hätte ich mich vielleicht für die Oatcakes entschieden.
Gestern habe ich Pie with Cheese and Onions, dazu Möhren und ein bisschen Bratensoße gegessen. Der Pie bestand im Prinzip aus Kartoffelpüree, das mit Käse und Zwiebeln verfeinert wurde und dann in den Ofen geschoben wurde. Ich denke das mache ich mal wenn ich wieder in Deutschland bin, denn ich fand das wirklich lecker.

Hoffe, der morgige Tag wird ein wenig besser. Es würde schon helfen, wenn ich mal aus dem Bett kommen würde morgens :D

Dienstag, 27. Januar 2009

Der siebte Arbeitstag oder der elfte Tag (wenn man den Anreisetag nicht mitzählt)

Heute war ein anstrengender Tag. Eigentlich war gar nicht viel zu tun, es standen nur ein Meeting und weitere Produktbeschreibungen an.

Aber der Tag fing schonmal nicht so gut an, da ich heute früh einfach nicht aus dem Bett kam. Ich habe meinen Wecker bestimmt 5 Mal weitergestellt. Kurz vor 8 habe ich mich dann aber aufgerafft und bin aufgestanden, ins Bad und dann sofort zur Arbeit - das Meeting war ja auf 8.30 angesetzt. Ich ging also 8 Uhr aus dem Haus und eilte zur Arbeit...so schnell war ich bisher noch nie dort, ich wollte ja pünktlich sein. Als ich ankam war ich gerade mal die dritte Person im Büro, außer Greig, der schon 7.30 Uhr zur Arbeit gefahren ist (ich hab es gehört - er wohnt ja neben mir) und Kim, der irgendwie immer schon ziemlcih früh (für englische Verhältnisse) da ist. Die beiden waren aber beim Meeting nicht dabei...
Innerhalb einer halben Stunde trudelten dann alle ein und gegen 9 begann das Meeting dann endlich. Und es ging über Stunden. Damit hatte ich nicht gerechnet, und ich hatte doch heute morgen kein Frühstück :(
Gegen 12 haben wir dann beschlossen gegen 1 Uhr eine Mittagspause zu machen. Und dann wurde es 1, fünf nach 1, 10 nach 1...und dann fragte eine Kollegin ob es noch Fragen gäbe und unglaublicherweise fing dann ein Kollege noch mit einem ganz neuen Thema an!!! Am liebsten hätte ich geschrien, aber da musste ich nun durch. Um halb 2 gingen wir dann endlich in die Kantine. Ich habe mich heute für Canneloni in Sahnesoße und dazu ein Knoblauchbrot entschieden. War sehr gut und ich fahr danach gut gesättigt.

(Gestern hatte ich übrigens eine Hot Jacket Potato filled with Cheese and Onions und dazu Baked Beans - also eine Ofenkartoffel mit Käse und Zwiebeln gefüllt, eigentlich eher mit Kartoffel, Käse und Zwiebeln, und dazu dann weiße Bohnen in einer roten Soße)

Gegen 2 Uhr ging das Meeting dann weiter, allerdings hatte ich eine Pause, weil das Thema für mich in keinerlei Hinsicht relevant war und durfte für eine halbe Stunde aus dem Raum verschwinden - Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens - E-Mails. Ich habe erstmal alle für mich wirklich wichtigen Dinge erledigt: Reisekostenabrechnung, Studienarbeit, eine wichtige Mail an die Kommilitonen weitergeleitet.
Kurz vor 3 ging dann das Meeting dann für mich auch wieder weiter und dauerte letzendlich bis 4 Uhr. An sich ist das ja gar nicht so schlimm, aber über den Tag hat sich ein sehr starker Kopfschmerz aufgebaut und ich kam einfach nicht dazu eine Tablette zu nehmen. Als ich dann schon fast nicht mehr wusste wo oben und unten ist, hatte ich dann endlich die Gelegenheit. Außerdem habe ich noch einen Snickers gegessen - for the sugar rush.

Als ich mich ein wenig erholt hatte, habe ich mich dann wieder an die Produktbeschreibungen gsetzt und bis 17.20 Uhr gearbeitet.
Für den Heimweg habe ich heute knapp eine Stunde gebraucht, ich wollte einfach ein bisschen länger frische Luft schnappen.

Jetzt sind die Kopfschmerzen glücklicherweise so gut wie weg und der Tag kann entspannt mit Cacheübersetzungen und ein bisschen Lesen etc. ausklingen :)

Donnerstag, 22. Januar 2009

Der vierte Tag

Der vierte Arbeitstag war ein recht interessanter. Zum Einen gab es zwischendurch mal Sushi und zum anderen habe ich es geschafft (ich weiß nicht wie, wirklich nicht) ein paar Dateien irgendwie ganz komisch zu verschieben.

Ich fange so langsam mit der richtigen Arbeit an, auch wenn ich besher nur ein paar kleine Aufgaben übernommen habe, wie z.B. Statistiken weiterführen über die Herkunftsländer der Teilnehmer beim Lifestyle Gewinnspiel jeden Monat. Das hieß Mails checken und Länder zählen. Nicht weiter schwer. Ich war damit auch recht fix fertig.
Meine neue Aufgabe bistand dann darin ein paar neue Ordner (digital) für das Jahr 2009 anzulegen. Es sollten die gleichen sein wie 2008. Ich fing also an Ordner zu kopieren. Als ich beim dritten Ordner angekommen war, kam auf einmal eine Fehlermeldung (Pfad verkehrt oder so etwas). Ich konnte nicht weiter kopieren. Als ich nach der Datei suchte, merkte ich dass alles was sonst noch im Hauptordner war, verschwunden war. Nach ein bisschen Suchen habe ich aber alle Dateien wieder gefunden - in einem komplett anderen Verzeichnis. Fragt mich nicht wie das passiert ist, aber eine Kollegin meinte, das sei schon öfters passiert...also keine Panik.
Allerdings mussten nun alle Dateien wieder zurück ins Ursprungsverzeichnis. Ich habe auch sofort angefangen, die Dateien zu verschieben. Und dann der Schock: eineige Dateine ließen sich nicht mehr verschieben, es kam immer eine Fehlermeldung. Naja, Computer aus und wieder an...und noch keine Besserung. Irgendwann entschied ich mich dann die Hilf-Hotline anzurufen. Ich versuchte erstmal die deutsch - auf deutsch könnte ich mein Problem bestimmt besser erklären. Ich hatte dann eine (ziemlich unfreundliche) Tschechin am Apparat, die mir leider nicht helfen konnte. Also die englische Hotline anrufen - ich glaube es war ein Franzose dran...und die Hotline sitzt in Deutschland. Der konnte mir dann Gott sei Dank helfen. Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken - morgen sollte alles wieder in Ordnung sein.

Und Sushi gab es heute vormittag, eine Kollegin hatte selbst welches gemacht und zum Testen mitgebracht. Es war eigentlich ziemlich lecker, ich hab heute das erste Mal Sushi gegessen. Aber ich bin ganz froh, dass kein roher Fisch drin war, sondern Thunfisch aus der Dose...so war die Überwindung leichter. Der Seetang hatte allerdings einen sehr markanten Geschmack, deshalb habe ich hinterher noch einen Keks mit Aprikosenfüllung gegessen.
Zum Mittag gab es Curry - hier ist Donnerstag immer Curry-Tag. War sehr schmackhaft und ziemlich scharf. Mal sehen was ich morgen essen werde. Ich weiß das es Fish & Chips gibt, aber danach steht mir nicht wirklich der Sinn...

Dienstag, 20. Januar 2009

Wright's Pie


So heißt hier eine lokale Firma, die die für England typischen Pasteten herstellt.
Heute war mein zweiter Arbeitstag, wenn man es bisher Arbeit nennen kann. Die ganze Woche ist bisher mit Terminen zugepflastert. Jeder in der Abteilung gibt mir eine Übersicht, was er dort arbeitet. Das kann schon etwas ermüdend und stressig sein, aber es ist auch wirklich interessant aus welchen Elementen die Arbeit bei Michelin Lifestyle besteht. Eigentlich ist Michelin Lifestyle ja eine Tochterfirma des Reifenherstellers, deswegen gibt es dort auch alles, was man in einer Firma benötigt - Finanzen, Marketing, Produkttechnik etc.

Bestandteil meiner Arbeit wird es sein, im Marketing zu helfen. Außerdem werde ich bei der Integration von Michelin Lifestyle Produkten auf dem deutschen Markt mitarbeiten. Die Arbiet klingt auf jeden Fall ziemlich interessant, aber vorerst heißt es erst einmal zuhören und lernen.

Vom vielen Zuhören bekommt man natürlich auch Hunger. Die Kantine hier in Stoke ist wirklich gut und die Preise sind angemessen. Nachdem ich mich gestern nicht an den Steak-and-Kidney Pudding getraut habe und lieber die vegetarische Pasta mit Tomatensoße, Pilzen und Knobluchbrot genommen habe, versuchte ich heute doch mal ein typisch britisches Gericht. Ich aß einen Wright's Pie mit Pommes und Bratensoße. Nun, was ist denn nun dieser Wright's Pie?
Also, in diesem Falle ist der Pie eine Art Pastete und ist meist mit Fleisch und ein wenig Gemüse gefüllt. So ungefähr hatte ich mir das auch vorgestellt, allerdings dachte ich die Füllung sei hart. Als ich dann die Pastete aufschnitt floss mir erst einmal eine komisch braune Suppe entgegen. Sah nicht wirklich appettitlich aus...ich habe mich überwunden und probiert und es schmeckte nicht schlecht, eben nach Fleisch. Als ich zum Kern der Pastete vordrang entdeckte ich sogar Erbspüree :) Das war aber nicht in jeder Pasteste. Nach dem Essen musste ich erst einen meiner Kollegen fragen, was ich denn da überhaupt gegessen hatte. Er hat extra für mich in der Kantine angerufen und nachgefragt: Die eine Sorte der Pies war gefüllt mit Steak (wahrscheinlich auch in Flüssigform) und mein Pie war gefüllt mit durchegedrehtem Rindfleisch (minced beef, ich weiß es klingt nicht lecker), Erbspüree und ein bisschen Kartoffel.
Alles in Allem war die Pastete ziemlich lecker und stopfend. Die Teller hier sind kleiner als die in Deutschland, aber trotzdem habe ich es erst in einem von drei Versuchen geschafft, den Teller leer zu essen.

Soweit erst einmal zu den beiden ersten Arbeitstagen nach 4 Wochen Urlaub.